Alpakas

Deckhengst "Knut“, geb. 2005 Huacaya
Alpakas gehören zur Gattung der Neuweltkameliden, d.h. sie haben zwar keine Höcker sind aber auch Ballensohler und Wiederkäuer.
Sie wurden ca. 3000 Jahre vor Chr. von den Inkas in Süd- und Mittelamerika domestiziert und zur Wollgewinnung gezüchtet. Ihre nächsten Verwandten hingegen, die Lamas, wurden von jeher eher als Lasttiere eingesetzt. Dies ergibt auch anatomische Unterschiede.

Alpakastute (genauere Daten finden Sie unter "for sale")
So sollen Alpakas auch nur zwischen 80-100cm an der Schulter gemessen groß sein und ein ausgewachsenes Tier wiegt ca. 60-70kg. Alpakas haben im Gegensatz zu Lamas mehr Wolle, wobei hier in zwei Arten unterschieden wird: Huacaya und Suri.

Alpakas beim Grasen
Das Huacaya sieht wesentlich voluminöser aus, da bei ihm das einzelne Haar sehr fein ausgebildet ist. Es wird in Mikron (Tausendstel Millimeter) gemessen und steht durch den gleichmäßigen Wuchs fast im 90°C Winkel vom Körper ab.
Beim Suri hängen die Wollfasern am Körper herab und bilden gelockte Strähnen. Dadurch wirken die Tiere wesentlich schlanker.

Alpakas gehören zu den Wiederkäuern
Alpakas werden ca. 20-25 Jahre alt und produzieren ca. 3-6kg Wolle jährlich. Sie gehören mittlerweile auch in Deutschland zu den landwirtschaftlichen Nutztieren und sind in ihrer Art sehr genügsam. Als Futtergrundlagen dienen ihnen im Sommer Gras und über den Winter Heu und Mineralfutter.
Ebenso sind sie recht unempfindlich gegenüber unserem Klima, was aber nicht bedeutet, dass man auf einen Unterstand verzichten kann. Den Tieren sollte immer die Möglichkeit gegeben werden sich Schutz zu suchen, sei es bei zu starkem Regen oder auch praller Hitze.

Alpakas bestechen auch durch ihren Charakter. So sind sie in ihrer Art eher ruhig und besonnen, was ihrer Neugier aber in keinster Weise im Wege steht. Auch das Spucken, wie man es von den Lamas her kennt, kommt höchstens untereinander in Machtkämpfen vor. So werden diese Tiere auch gerne als Begleittiere in der Tiertherapie eingesetzt.
Andererseits durch ihre Intelligenz, Mut und ihren Herdentrieb helfen sie in einigen anderen Ländern Schafherden vor Füchsen und wildernden Hunden zu beschützen.

Deckhengst „Amadeus“, geb. 2003, Huacaya (siehe "for sale")
Alles in allem ist das Alpaka ein vielseitiges, interessantes und außergwöhnliches Tier, das egal ob landwirtschaftliches Nutztier, neues Familienmitglied oder Kollege in der Therapie den Menschen bereichert.